Garten Selbstversorger

Gartenarbeiten im Mai und Juni

08/06/2017

Der Juni ist mittlerweile schon ein paar Tage alt, aber ich wollte mich noch gebürdig vom Mai verabschieden und euch zeigen, was sich im Mai bei uns im Garten alles getan hat – und das ist einiges:

Mai – ein Monat voller Arbeit und Unkraut

Wie auch letztes Jahr waren wir im Mai hauptsächlich damit beschäftigt, das Unkraut zu entfernen bevor wir unsere Pflänzchen nach den Eisheiligen in den Boden bringen konnten. Vogelmiere, Brennersel und co haben uns auch in diesem Mai ordentlich Arbeit gemacht, aber wir haben natürlich aus dem letzten Jahr gelernt und nun gehen wir alle zwei Tage mit der Hacke durch die Beete und hacken kleine Unkrautpflänzchen sofort weg, bevor sie größer werden und das Unkrautjäten zur tagesfüllenden Arbeit wird. Eine Stunde alle zwei Tage reicht mittlerweile um das Unkraut in Schach zu halten. Ansonsten haben wir unsere Pumpe provisorisch repariert, sodass das Wasserpumpen nun einigermaßen wieder funktioniert und wir bei den sommerlichen Temperaturen unsere Schützlinge gut mit Wasser versorgen können.

Die Eisheiligen sind da

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Eines von drei Rotkohlpflänzchen

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Dieses Jahr neu dabei: Physalis in orange und lia

Endlich war es soweit und nach den Eisheiligen war kein Halten mehr: alle Pflänzchen wurden ins Auto geladen (wir mussten zwei mal fahren!) und in die Freiheit gebracht. Neben Rotkohl, Fenchel, Paprika, Zucchini, Physalis, Kürbis, Gurken und Ingwer durften auch ENDLICH die Tomaten nach draußen. Und davon haben wir dieses Jahr einige, denn die Begeisterung im letzten Jahr war riesig und der Vorrat an selbstgemachter Tomatensoße neigt sich gefährlich dem Ende zu.

Wichtig bei Tomaten ist, dass sie zwar reichlich Sonne abbekommen, aber keinen Regen. Die meisten Tomaten bekommen dann die sogenannte Braunfäule und die Früchte sowie Blätter werden, wie der Name schon sagt, dann faulig und braun, bevor ihr richtig ernten konntet. Deshalb ist ein Tomatenhäuschen oder ein überdachter sonniger Ort wichtig für eine ertragreiche Ernte. Wir haben uns letztes Jahr für dieses Modell* entschieden und sind sehr glücklich damit, da wir es im Gegensatz zu einem Häuschen, jedes Jahr an eine andere Stelle aufstellen können (und das geht super einfach).

Neben all dem Gemüse durften ein paar Blümchen natürlich auch nicht fehlen und so kamen Gladiolen, Dahlien, Astern und Rittersporn in die Erde.

Urlaub fürs Auge

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Unsere Katzenpfötchen nehmen ein Bad in der Abendsonne

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NIcht nur wir haben Gefallen an unserem Schmetterlingsflieder

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Der Bauernjasmin fängt an zu blühen und wer die Chance hat, sollte unbedingt mal dran schnuppern

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Eine schöner als die andere – mehr als 30 weiße Pfingstrosen-Blüten zierten dieses Jahr unser Vorbeet

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Anemonen sind bei uns immer gerne gesehen

Der Mai ist für mich einfach die schönste Jahreszeit – die Temperaturen sind angenehm, alles ist saftig grün und die ersten Blümchen erblühen. Bei uns im Garten konnte man neben den Schnittlauchblüten auch einen riesigen Busch mit weißen Pfingstrosen, bunten Anemonen und unseren kleinen Schmetterlingsflieder in violett bewundern.

Ein bisschen Verlust gibts immer

Aber natürlich klappt auch bei uns nicht alles so, wie wir uns das vorstellen. Ein paar Rückschläge mussten wir auch dieses Jahr einstecken. So wurden unseren beiden Kürbispflänzchen, genauso wie unser gefüllter Mohn und die Chilis von den Schnecken vernichtet, manches ist gar nicht erst aufgegangen, der Rhabarber ist teilweise eingangen (warum ist uns unklar) und unsere ungeliebte Ecke ist auch dieses Jahr dermaßen dem Unkraut verfallen, dass wir keine Chance haben, da ohne Hilfe dieses Jahr noch etwas hinzupflanzen. Aber man lernt aus seinen Fehlern und ist fürs nächste Jahr besser vorbereitet.

Und was gabs auf dem Teller? 

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Unser Eisbergsalat zwischen Mairübchen, Rettich und Radieschen

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Die ersten roten Erdbeeren – richtig süß

Neben all der Arbeit und dem Ärger gibt es aber natürlich auch Grund zur Freude. So langsam aber sicher beginnt die Hochphase der Selbstversorgung und es konnte einiges geerntet werden. Gestartet haben wir mit Kräutern wie Schnittlauch, Liebstöckel, Petersilie, Pimpinelle sowie Rosmarin und Thymian die in Form von Kräuterbutter verarbeitet wurden, sowie Rhabarber (daraus wurde leckerer Kuchen), darauf folgten dann Rettich, Radieschen und Mairübchen und jetzt gegen Ende des Monats war dann auch der erste Salat, Ruccola und ein paar Erdbeeren reif. Frisch geerntet aus dem eigenen Garten schmeckt es einfach am Besten und für mich ist es die größte Inspirationsquelle überhaupt.

Was ist jetzt im Juni zu tun?

Unser Garten ist soweit voll bepflanzt, aber nach ein paar Ernten dürfen noch weitere Kohlrabipflanzen, Salat, Erbsen und Buschbohnen bei uns neu einziehen. Wer noch Platz hat, der kann noch jede Menge aussäen z.B: Stangenbohnen, Buschbohnen, Radieschen, Rettich, Wurzelpetersilie, späte Möhren, rote Bete, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Grünkohl, Kopfsalat, Eissalat, Pflücksalat, Knollenfenchel, Porre & Stangensellerie u.v.m.
Alles andere was schon im Mai in die Erde kam, will jetzt natürlich gepflegt werden. Das heißt, dass das Unkraut regelmäßig entfernt werden, bei Hitze gegossen und bei den Tomaten ab und an ausgegeizt werden sollte, damit die Pflanzen genug Energie haben um pralle Früchte auszubilden.

Natürliche Mittel gegen Schädlinge

Aber auch sonst wird einem im Juni nicht langweilig, denn Schädlinge wie Schnecken, Läuse, Trauermücken und co haben jetzt Hochkonjunktur. Da wir auf die Chemiekeule verzichten, behelfen wir uns mit natürlichen Mitteln, wie Marienkäfern, Stroh und Kräutern. So haben wir beispielsweise unter unseren Erdbeeren ein Bett aus Stoh gelegt. Zum einen bleibt so der Boden länger feucht und warm, zum anderen hält es ein wenig die Schnecken fern, die ungern über das pieksige Stoh wandern. Ein paar Erdbeeren mussten trotzdem dran glauben, aber wesentlich weniger als im letzten Jahr.

Einmal ernten bitte

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Wieviele Eimer es wohl dieses Jahr werden…

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Noch mehr Salat: Kopfsalat und Romana stehen neben der roten Beete

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Die ersten Schoten der Zuckererbsen hängen schon (man kann die Schoten übrigens auch essen)

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Dieses Jahr gibt es wohl auch eine große Himbeerente

Das schönste im Juni ist aber natürlich die Ernte – der Zeitpunkt, an dem man für seine Mühen belohnt wird. Bei uns hängen die Johannisbeeren schon wieder so voll, dass die Äste unter ihrer Last auf den Boden sinken und in ein bis zwei Wochen wohl zur Ernte rufen. Der Kohlrabi entwickelt sich auch gut und auf die Erbsen freuen wir uns dieses Jahr ganz besonders. Je nach Garten steht außerdem im Juni noch folgendes zur Ernte bereit:
Salate, Rettich, Radieschen, Möhren, Mangold, Kohlrabi, Kohl (Brokkoli, Weißkohl, Blumenkohl und Wirsing), sowie die ersten Frühkartoffeln. Bis zum 10. Juni darf noch der letzte Rhabarber geerntet werden und bei wem der Frost dieses Jahr nicht allzu viel Schaden angerichtet hat, der kann sich auch über erste Obsternten wie Kirschen oder Aprikosen freuen.

Wie siehts bei euch im Garten aus? Was gibt es bei euch im Garten zu Ernten? Zeigt doch mal her…

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2 Comments

  • Reply Gugi 21/06/2017 at 8:31 am

    Ich habe gerade Deine Blog entdeckt, und freue mich, dass es im deutschsprachigen Raum so etwas ästhetisches im Bereich Garten/Küche etc. gibt. Hast Du Tips für die Verarbeitung/Haltbarmachen von roten Johannisbeeren, die die ganze Frucht verwenden? Freue mich von Dir zu hören,
    G

  • Reply BlackPerfection1 23/06/2017 at 12:18 am

    Danke! Ganze Johannisbeeren friere ich oft ein und verarbeite sie bei Gelegenheit zu Eis oder Joghurt, oder aber auch zu einer super leckeren Philadelphiatorte. Letztens hab ich noch den Tipp bekommen, Streuselkuchen mit Johannisbeeren zu machen und den einzufrieren. Dann hat man immer Kuchen da, wenn Gäste kommen.
    Liebe Grüße

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