Garten Interior

6 pflegeleichte Zimmerpflanzen

12/04/2017
pflegeleichte Zimmerpflanzen, Tipps, wenig gießen, urban jungle

Meiner Meinung nach gehört in jedes Zimmer mindestens eine Pflanze. Wer bei uns zu Besuch ist, wird feststellen, dass es bei mir auch gerne 2-3 Pflanzen mehr sein dürfen. Sie sind nicht nur hübsch anzuschauen, sondern bringen etwas lebendiges in den Raum und verbessern ganz nebenbei noch das Raumklima. Nun ist nicht jeder mit einem grünen Daumen gesegnet – ich habe schon etliche Orchideen auf dem Gewissen und auch die ein oder andere Sukkulente hab ich mit meiner Barmherzigkeit „ach hier auch noch ein Kännchen Wasser“ ertränkt. Mal zu viel, mal zu wenig Wasser – wie mans macht, man machts verkehrt. Aber mit den Jahren hab ich so meine Lieblinge gefunden, die sich ganz fantastisch in unsere Wohnung einfügen und die auch bei mir große Überlebenschancen haben, da sie zur Sorte „anspruchslos“ gehören. Sechs davon stelle ich euch heute vor.

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Nr. 1: Grünlilie
Hier kann man so gut wie nichts falsch machen – sie überlebt im Notfall auch mehrere Wochen in einer dunklen Ecke ohne Wasser. Manchmal nenne ich sie liebevoll „Arschloch-Pflanze“ denn du kannst Sie wie den letzten Dreck behandelt – sobald du ihr wieder Wasser gibst, richtet sie sich wieder auf und tut als wäre nichts gewesen. Wenn die ersten Vertrocknungserscheinungen an den Blättern auftreten oder sie blass erscheint: einfach ordentlich Wasser nachschütten und man hat die nächsten zwei Wochen wieder Ruhe. Wer der Pflanze etwas Gutes tun will, der wählt einen hellen Standort und gießt ca. 1x die Woche kräftig. Dann werdet ihr regelmäßig mit kleinen Ablegern belohnt, die ihr ins Wasser stellen könnt bis sie Wurzeln gezogen haben und die dann wieder in einen Topf mit Erde gepflanzt werden können. (Wer noch Ableger braucht, kann sich gerne bei mir melden – ich züchte gerade Version Nr. 8)

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Nr. 2: Sansiveria / Bogenhanf
Ein Geschenk meiner Oma. Seit ich denken kann, stehen diese Pflanzen auf der Fensterbank meiner Großmutter – ich hatte manchmal sogar die Vermutung, es könnte sich um künstliche Exemplare handeln. Aber tatsächlich sind sie natürlichen Ursprungs und ein Exemplar durfte letztes Jahr auch bei mir einziehen. Seitdem habe ich nie sonderlich darauf geachtet sie regelmäßig zu gießen – wenn das Wasser in der Flasche mal wieder abgestanden war, war der Bogenhanf ein dankbarer Abnehmer. Bisher hat sie sich noch nicht beschwert und steht seit Monaten unverändert im Wohnzimmer auf dem Boden.

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Nr. 3: Geldbäumchen
Jahrelang hab ich sie angeschmachtet und meiner Mutter in den Ohren gelegen, sie soll mir doch bitte ein paar Ableger geben. Letztes Jahr wurde dann mein Wunsch erfüllt und gleich drei Exemplare haben bei uns ein neues zu Hause gefunden und auch sie gehören zur Sorte „Wenn ich durst habe melde ich mich schon“. Ein Exemplar steht bei uns im Küchenregal und wird regelmäßig bei der Gießrunde vergessen.
Als ich eines Tages in besagtem Regal etwas suchte, fiel mir das grüne Wunder in die Hände, die Erde staubtrocken und auch auf den Blättern war eine dezente Staubschicht zu erkennen. Sie durfte prompt im Waschbecken baden gehen und siehe da, eine Woche später war sie um zwei Zentimeter gewachsen.

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Nr. 4: Efeu

Nicht umsonst ist Efeu bei Gärtnern der Feind Nr. 1 – ist die Planze doch unverwüstlich und daher für Menschen mit einem schwarzen Daumen nahezu perfekt. Der Efeu ist Pflanze Nummer zwei in unserer Küche, die ebenfalls regelmäßig vergessen oder absichtlich übersehen wird, weil ich zu faul bin mit der Gießkanne auf den Stuhl zu klettern um der Dame Wasser zu reichen. Hier ist es ratsam sich am Anfang direkt eine etwas größere Pflanze zuzulegen und diese dann an einen höhergelegenen Standort zu verfrachten, so kann Sie langsam nach unten wachsen, wenn sie denn gewässert wird.
Wenn sie nicht gewässert wird, wächst sie halt nicht, aber sie ist nicht nachtragen und erholt sich schnell wieder sobald sie wieder Wasser bekommt. Sie wird irgendwann ein bis zwei trockene Blätter bekommen, dass ist dann das Zeichen, dass sie mal wieder ordentlich Wasser braucht. Danach habt ihr wieder für die nächsten zwei bis drei Wochen Ruhe. Vom Standort her: Die Ecke in unserer Küche ist nicht sonderlich hell, das würde ihr zwar wahrscheinlich besser gefallen, aber sie gibt sich auch mit dunkleren Gefilden zufrieden.

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Nr. 5: Zwergpfeffer
Meine Affinität zu Grünzeug hab ich größtenteils meiner Mutter zu verdanken. Schon seit Kindesbeinen an war ich von Pflanzen umgeben, wurde auf Gartenausstellungen mitgenommen und durfte regelmäßig Obst und Gemüse direkt aus dem Garten naschen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Modell Nr. 5 aus dem Fundus meiner Mutter stammt. Der Zwergpfeffer war noch ein Baby als ich ihn bei mir vor Jahren aufgenommen habe.
Drei Blätter schauten aus der Erde und ich hab mich gefragt, ob da jemals was draus wird. Vier Jahre später seht ihr jetzt ein Modell der zweiten Generation. Nachdem Generation eins bei einem Umzug ungünstig gefallen ist, wurde aus ihr die zweite Generation gezogen. Und trotz ungünstigem Standort und nur unregelmäßiger Wasserzufur macht sie heute eine blendende Figur und stand auch schon für einen Prototypen von Fensterbrett Modell.
Am liebsten steht sie zwar fensternah und bekommt auch regelmäßig ihre Portion Wasser, aber auch unter anderen Umständen überlebt sie gut.

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Nr. 6: Einblatt

Große Zimmerpflanzen müssen nicht teuer sein. Zu diesem wundervollen Exemplar bin ich beispielsweise über Facebook gekommen. Ich habe einfach in der Gruppe unserer Stadt gefragt, ob jemand ein paar Zimmerpflanzen zuviel hat und keine drei Stunden später war ich um vier prächtige Zimmerpflanzen reicher. Fragt auch bei Freunden und Bekannten nach Ablegern oder Pflanzen, die sie nicht mehr brauchen. Ideal wenn sie dann noch so pflegeleicht sind wie diese hier. Sie wird realtiv schnell groß, hat wenig Ansprüche und wenn sie Wasser braucht, meldet sie sich mit Blättern, die sich hängen lassen aber bei ausreichend Wasserzufuhr sich auch wieder aufrichten. Wenn sie einen idealen Standort hat (ausreichend Licht, genug Wasser und wenig Durchzug) belohnt sie einen regelmäßig mit weißen Blüten.

Für alle Exemplare gilt: Sie möchten alle lieber zu wenig als zu viel gegossen werden und je mehr Platz sie im Topf haben, umso größer werden sie. Falls euch also irgendwann mal im Jahr der Daumen juckt, wird es euch eure Pflanze danken, wenn ihr sie in einen größeren Topf mit viel neuer Erde setzt. Direkt im Anschluss solltet ihr allerdings schnell noch Wasser drüber gießen, damit sich die Wurzeln in die neue Umgebung einfinden.

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