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Think positiv!

05/06/2015

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Gerade wenn das Wetter schlechter wird, fällt mir immer auf, wie schnell sich Menschen davon runter ziehen lassen. Man hört überall das Gejammer, was man alles machen wollte, aber wegen dem schlechten Wetter jetzt nicht machen kann. An anderen Tagen treff ich mich mit einer Freundin im Cafe und wir quatschen, ich erzähle Anekdoten aus dem Alltag und ein paar Minuten später fällt der Satz „Ich hätte auch gern so ein Leben wie du“. Ich verstehe den Satz erst gar nicht – mein Leben ist nicht viel spannender oder langweiliger als das des Durchschnittsbürgers. Auch mich erwischt der plötzliche Regenschauer, auch mir fährt die Bahn schonmal vor der Nase weg und Fettnäpfchen lasse ich auch selten aus und trotzdem scheint mein Leben schöner zu sein, als das meiner Freundin. Aber der Unterschied liegt gar nicht an dem was mir passiert, oder was ich aus meinem Leben gemacht habe – es liegt schlicht weg an der Art und Weise wie ich mit Dingen die mir passieren umgehe, bzw. wie ich darüber denke.

Schlechtes in gutes Umkehren

Wenn es den Jogurt den ich immer hole gerade nicht gibt, dann sehe ich das als Aufforderung mal eine neue Sorte auszuprobieren. Wenn die Sonne sich hinter dicken Regenwolken versteckt ergreife ich die Chance und erledige Dinge, die ich in der Wohnung noch zu machen habe und wenn mir die Bahn vor der Nase wegfährt, lese ich in meinem Buch oder sortiere meine Notizen auf dem Handy.

Veränderung braucht Zeit

So einfach das jetzt klingt, es hat einige Zeit gedauert, bis ich kapiert habe, dass alles nur eine Frage des Blickwinkels ist. Veränderungen, gerade im Kopf, brauchen ihre Zeit und am Anfang fühlt es sich oft an, als ob man sich selbst veräppelt, aber der Kopf gewöhnt sich mit der Zeit die neue Denkweise an und dann funktioniert das positive Denken meist schon von ganz alleine. Gesagt wurde es mir oft, aber wirklich begriffen habe ich es erst viel später. Esoterischer Humbuk, Neuzeit-Hippies, Dummschwätzer – das hab ich mir immer gedacht, wenn man mir was von der Kraft der positiven Gedanken erzählt hat. Und bis heute rümpfe ich bei der Formulierung „Kraft der positiven Gedanken“ die Nase, aber deren tatsächlich positive Wirkung habe ich mittlerweile verstanden.

Nimm hin, was du nicht ändern kannst

Es nützt nichts, sich über die verspätete Bahn, den Regenschauer, die schlechten Erdbeeren oder den fehlenden Jogurt zu ärgern – es wird an der Situation nichts ändern. Die Wolken werden sich nicht verziehen, weil man wütend auf den Boden stampft oder man die Mundwinkel nach unten zieht. Am Wetter ändert sich dadurch nichts, dafür aber an eurer Laune. Wer vor sich hinlächelt ist in der Regel glücklicher als derjenige, der die Mundwinkel nach unten zieht und das gleiche gilt für eure innere Stimme. Wer sich über Positives Gedanken macht, ist besser gelaunt als jemand, der ständig nur das Negative sieht.

Gute Laune färbt ab

Kennt ihr diese Leute, die irgendwie dauernd Glück im Leben haben, die dauernd neue Leute kennen lernen und den perfekten Job haben? Das liegt selten daran, dass ihnen das Glück zugeflogen kommt, sondern sie sorgen selbst dafür. Wer den Bus verpasst hat, kann sich darüber ärgern oder aber die Zeit nutzen und sich z.B. mit jemandem unterhalten, der auch an der Bushaltestelle steht. Und wer weiß – vielleicht ist es genau die Person, die einem dann zum Traumjob verhilft oder ihr trefft dabei euren Traummann/frau… Positiv denken färbt ab und entwickelt sich weiter – aus einem positiven Gedanken können viele andere entstehen und sich viele tolle Möglichkeiten ergeben.

Offen für neues sein

Um etwas neues zu erfahren, muss man sich auch auf etwas neues einlassen können. So einfach das klingt, so schwierig ist es oft in der Realität. Das scheitert bei vielen schon beim Jogurt. Der geliebte Erdbeerjogurt ist ausverkauft – stattdessen habt ihr die Wahl einen anderen der 40 Sorten auszuprobieren oder einfach gar keinen zu kaufen. Vielleicht schmeckt er euch nicht, dann wisst ihr es fürs nächste mal, oder aber ihr entdeckt vielleicht eure neue Lieblingssorte – das passiert aber nur, wenn ihr euch dafür entscheidet, einen anderen Jogurt zu kaufen. Das gilt für so viele Dinge im Leben – sei es ein neuer Job, eine Einladung zum Paragliding u.v.m. – nur wer offen für neue Möglichkeiten ist, kann spannendes erleben.

Nicht aufgeben

Wie gesagt, Veränderung braucht Zeit und man wird gerade am Anfang oft wieder in alte Verhaltensmuster zurück fallen, aber um so öfter man es versucht, um so leichter fällt es einem. Auch bei mir hat es einige Zeit gedauert, aber mittlerweile ist ein neues Rezept für mich eine neue Herausforderung und nicht, etwas, dass ich nicht kann. Ein Umzug in eine andere Stadt die Möglichkeit Neues zu entdecken und tolle Menschen kennen zu lernen. An manchen Tagen klappt es besser als an anderen, aber wenn die Grundeinstellung stimmt, kann es das ganze Leben verändern.

Wenn also der Wetterbericht für morgen graues Regenwetter vorhersagt, freue ich mich innerlich schon auf meine Tasse Tee am Fensterbrett mit einem guten Buch oder den neusten Folgen meiner Lieblingsserie im Bett. Und als es letzte Woche so kalt war, dass man gedacht hat, es wäre eher Herbst als kurz vorm Sommer hab ich nochmal meinen liebsten Winterpulli ausgekramt und mich darin eingekuschelt. Alles nur eine Frage der Einstellung…

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