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Tausche Louis Vuitton gegen Weidenkorb.

13/05/2015
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Ich bin vor kurzem wieder in meine Heimatstadt gezogen. Von der Großstadt zurück aufs Land. Weg von dem pulsierenden Köln, hin zum idyllischen Seligenstadt. Warum? Ich war nie ein Großstadtkind. Ich habe mich in Köln wohl gefühlt, aber nie zu Hause. Es war immer nur eine Zwischenstation mit der Aussicht, irgendwann wieder zurück aufs Land zu kehren. Ich habe mich in meiner Zeit in Köln angepasst. Angepasst an die Schnelligkeit, an 24/7, an Ellenbogen ausfahren, an S-Bahn fahren, angepasst an die Lautstärke, angepasst an das Leben zwischen Einkaufszentren und hippen Cafés. Am Ende hab ich mich selbst nicht wieder erkannt. Meine Kreativität war am Nullpunkt angekommen. Ich tat nur noch das, was man von mir verlangte, war stets unzufrieden und mir hat immer etwas gefehlt. Ich dachte ich brauche einen cooleren Job, eine unannahbar Attitüde und schicke Designerteile. Nix da. Alles Mist – glücklicher wurde ich auch nicht.

Ich wurde mir nur immer fremder. Ich vermisste meine Familie und Fernbeziehung war auch nicht das, was ich mir immer vorgestellt hatte. Ich hatte ständig das Gefühl etwas zu verpassen. Ich habe nie mitbekommen, wie die Magnolien blühten, sah Kirschbäume nur in künstlich angelegten Parks oder Vorgärten, kaufte Erdbeeren im Supermarkt, statt sie im Feld zu pflücken und hörte nur am Telefon von gemütlichen Cafenachmittagen bei Oma auf der Couch. Ende letzten Jahres stand dann mein Entschluss fest. Nichts hielt mich mehr in Köln. Mein Job frustrierte mich nur noch, mein Studium war zu Ende und die meisten Freunde mittlerweile schon wieder weggezogen. Ich schrieb meine Kündigung, suchte einen Nachmieter für meine Wohnung und meldete mich wieder als Bürgerin von Seligenstadt.

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Seit sechs Wochen lebe ich nun wieder auf dem Land. Noch ist nicht alles geregelt und es folgen noch aufregende Wochen, aber ich bin wie ausgewechselt. Meine Kreativität wächst mit jedem Tag, ich freue mich über die Kirschbäume im Feld, mache lange Ausflüge mit der Kamera und komme glücklich abends wieder zurück. Den Kopf voll neuer Ideen.

Ich bin einfach kein Großstadtkind. Ich bin nicht die coole Businessfrau, sondern das verträumte Blumenmädchen, ich hätte lieber ein Haus am Meer, als ein teures Loft in Berlin, ich lege keinen Wert auf teure Autos sondern fahre lieber mein klappriges Fahrrad, ich wollte nie nach New York, sondern in die Provence und ich mache mir nichts aus Louis Vuitton, sondern trage lieber einen Weidenkorb mit mir rum. Ich habe Jahre lang versucht mein verspieltes Bauernmädchen in mir zu unterdrücken, denn als Erwachsener darf man kein Blumenmädchen mehr sein, wenn man erfolgreich sein will. Nein – cool und geradlinig waren angesagt.

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Rapsfeld

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Diverse Zitate auf Pinterest und co forderten mich dauernd auf: „Sei du selbst“, „Tu was du liebst“ & „Geh deinen eigenen Weg“. Ich wusste immer, dass ich nichts davon wirklich tat. Ich redete es mir immer nur ein und wunderte mich, warum der Weg mich nicht dahin führte, wo ich hin wollte. Ich musste erst wieder heim kehren um zu verstehen, dass ich mich zu sehr verbogen habe. Ich musste erkennen, dass ich immer den Weg der anderen gegangen bin, den der coolen, aber nie meinen eigenen. Das soll nun ein Ende haben. Ich gehe meinen Weg und lasse die Großstadt hinter mir. Das bedeutet noch mal alles umkrempeln. Von vorn anfangen. Mal wieder. Blackperfection wird es weiterhin geben, aber wohl mit einem etwas größeren touch of Landmädchen. Mehr verspielt, weniger Coolness. Ich bin verspielt, Familienmensch, Romantikerin, Landei, Bauernkind, Naturliebhaber, Tierfreund, Blumenmädchen. Alles, nur nicht cool.

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8 Comments

  • Reply Kinga 13/05/2015 at 9:41 am

    Hey Natascha,

    Ich fand deinen Blogbeitrag sehr schön, inspirierend und mir gefallen deine Fotoas außerordentlich gut.
    Schön das du deinen eigenen Weg, raus aus der Großstadt, gefunden hast.
    Besonders gut gefallen hat mir hierbei deine persönlich Ansicht, die andere, welche das Großstadtleben ja evtl. mögen, nicht verurteilt.
    Mach weiter so! 🙂

    Vlg
    Kinga

    • Reply BlackPerfection1 13/05/2015 at 12:48 pm

      Danke, das freut mich, dass die der Blogbeitrag gefallen hat.

      Liebe Grüße
      Natascha

  • Reply Chris 13/05/2015 at 2:28 pm

    Wow. Etwas Gänsehaut. Weil: Hoher Identifikations-Faktor 😉
    Ich: Nie Landei, aber auch nie Stadt, bin „ganz am Rande“ Köln groß geworden, recht ländlich, die Stadt war weit weg.
    Seit ich 30 bin (nun 34), jedes Jahr nach Norwegen fahre, mir einen Garten in der Eifel kauft… wird der Wunsch „weg vom Beton“ nicht weniger; eher immer stärker. Das Ding ist nur: ich bin Medien-Affe, kleines Geschäft, Familie in Köln, meine Dame auch eher City-Affin…. dein Text bestärkt mich, mich nun (nach meiner 4-Wochen-Reise) doch mal wieder konkreter mit diesem Wunsch…diesem Verlangen aueinander zu setzten. Was mich interessiert: Wie machst du das mit dem beruflichen Umbruch? Meine Kunden versorge ich meist digital..aber auch das nicht immer.

    Geiler Text, du bist cooler als du denkst 😉

    • Reply BlackPerfection1 13/05/2015 at 4:01 pm

      Ich bin genauso Medienmensch, ich hab mich dazu entschieden zu pendeln. Nicht für jeden was, aber für mich die beste Lösung. Dauerhaft soll es aber auf Selbstständigkeit hinaus laufen – wie das dann so klappt, mal sehen. Aber andere haben es auch geschafft und wenn das der Preis ist um glücklich zu sein, dann nehm ich den gerne in kauf. Wenn du sie meistens digital versorgst, wäre für die paar Außentermine eine Fahrt so undenkbar?

      Liebe Grüße und danke für den Kommentar, hab mich riesig gefreut!

      • Reply Chris 13/05/2015 at 4:17 pm

        Freut mich, dass du dich freust 😉

        Na… ich hab noch ne Festanstellung, so als Sicherheit… 3-3,5 Tage die Woche. „Vier mal pendeln“… klar, ich hab schon längt alle Park+Ride-Optionen durchgemappt 😉 … Mein Geschäft ist seit 2010 am Start…so GANZ lag der Fokus nie auf „komplett selbst“… aber meih… auch der Fokus verschiebt sich gerade. Sagen wir: Wenn ich 3-4 Tage „fies“ pendeln müsste… wäre das ok für mich. Nur pendeln meint auch: Maximal 60min ein Weg…. und da wird es (je nachdem wo meine nächste Anstellung ist) „rund um Köln“ ja schon wieder schwierig… dazu noch die präferierter Rheinseite…. HACH MANN! 😉

        Liest sich so, als wären wir da in einer ähnlichen Situation, nur du hast mir zwei Schritte voraus 😉
        Wenn du magst adde mich mal bei FB, ich würde dich gern weiter verfolgen (komme kaum zum Feed-Lesen, derzeit…mein Blog pausiert…. noch… ma sehen)

        „die paar Außentermine“… das isses halt. Wenn meine Kunden michmal strukturierter und regelmäßig mit Kram versorgen würden… ich brauch wen für Akquise 😉

        • Reply BlackPerfection1 13/05/2015 at 6:03 pm

          Ja das stimmt wohl – rum um Köln und dann rein pendeln ist in der Gegend schwer, aber sollte möglich sein. Die Eifel ist schließlich nicht weit weg und Bergisch Gladbach ist glaub ich auch recht ländlich (hab ich aber nur gehört, bin bis jetzt nur mal dran vorbei gefahren)… Wie sagt man so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg (nach Köln)…

  • Reply Michelle 13/05/2015 at 2:39 pm

    Also ich bin gerade über deinen Beitrag gestoßen und muss sagen, er gefällt mir außerordentlich gut. Und auch wenn du am Ende sagst, du bist alles andere als cool,so muss ich dir da widersprechen. Ich finde dich cool, gerade weil du deinen eigenen Weg gehst! Cool sein bedeutet für mich,nicht jedem Trend hinterher zu laufen, sondern ganz nah bei sich selbst zu sein. Und ich glaube du bist da auf einem „coolen“ Weg. Mach weiter so.
    Liebe Grüße Michelle

    • Reply BlackPerfection1 13/05/2015 at 4:05 pm

      Es fühlt sich auf jeden Fall richtig an, ob es dann cool ist oder nicht, ist mir fast schon egal, solange ich damit glücklich bin. Aber wenn mich andere für cool halten oder zumindest mich verstehen, freut mich das natürlich.
      Danke 🙂

      Liebe Grüße

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